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Wandern am Königssee*

*Diesen Urlaub haben wir selbst bezahlt/Werbung für Orte & Lokationen

Wir haben uns Neli geschnappt und sind für 4 Tage nach Bayern zum Königssee gefahren. Der Königssee ist der sauberste See Deutschlands und liegt ganz unten am äußersten Zipfel von Deutschland an der Grenze zu Österreich. Ich wollte euch jetzt gerne ein bisschen berichten was wir für eine Unterkunft hatten, welche Wanderrouten mit Hund zu empfehlen sind und was wir alles an Kilometern und Höhenmetern hinter uns gelassen haben.

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Unsere Unterkunft

Da wir ja Neli dabei haben wollten, haben wir nach einer hundefreundlichen Ferienwohnung gesucht. Hotel kam nicht in Frage, da diese alle viel zu teuer waren. Auf Empfehlung einer Facebook Gruppe haben wir dann eine Wohnung für 2 Personen im Landhaus Waldhauser gebucht. Das Landhaus wirbt damit, dass Hunde kostenlos wohnen und auch bellen dürfen 😉 Die Ferienwohnung liegt direkt in dem schönen Örtchen Schönau am Königssee. Zum See selber sind es nur 20 Minuten zu Fuß. Um das Haus herum führt ein kleiner Waldweg, der perfekt für die erste Morgenrunde und die letzte Abendgassirunde geeignet ist. Als Begrüßungsgeschenk bekommt der Hund einen bereitgestellten Napf mit ein paar Leckerli, Kotbeutel und ein Handtuch zum abtrocknen. Trotz das 90% der Mieter ihren Hund dabei hatten, war die Unterkunft sehr sauber und gepflegt. Die Wohnung war mit allem ausgestattet was man so zum kochen usw. braucht. Die Preise der Ferienwohnung variieren je nachdem welche Wohnungsgröße man bucht. Für unsere 42qm haben wir 69€ pro Nacht bezahlt und das ist für die Lage wirklich super. Alle Wanderrouten sind vom Landhaus super zu Fuß zu erreichen und man kann das Auto getrost mal stehen lassen. Also falls ihr mit eurem Hund am Königssee mal Urlaub machen wollt, kann ich euch das Landhaus Waldhauser wirklich empfehlen.

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Kehlsteinhaus

Bevor man dort runter fährt sollte man sich vorher schon mal überlegen was man sich gerne anschauen will, denn es gibt massen an tollen Wanderrouten und Gipfelsteigen die man mal gesehen haben sollte.

Am ersten Tag sind wir zum Kehlsteinhaus hochmarschiert. Das Kehlsteinhaus ist eins der wenigen Gebäude aus dem dritten Reich, welches man nicht abgerissen, sondern zu einem Gipfelrestaurant umgebaut hat. Weitere Infos zum Kehlsteinhaus gibt es hier.

Unsere Wanderung startete vom Parkplatz Ofnerboden. Um dort hin zu kommen muss man leider eine kleine Mautgebühr bezahlen, weil man 2 Sekunden durch Österreich fährt 😉 Vom Parkplatz ist alles super ausgeschildert, was auch für alle anderen Wanderwege gilt. Verlaufen kann man sich hier garantiert nicht. Worauf ich nicht ganz vertrauen würde sind die Zeitangaben auf den Schildern. So hieß es z.B. am Startpunkt, dass man 2 1/4 Stunde zum Kehlsteinhaus brauchen würde, wir haben aber nur 1,5 Stunden benötigt. Es kommt halt auf die eigene Kondition und Fitness an. Es sind also eher Richtwerte die auf den Schildern stehen. Der Weg hoch zum Kehlsteinhaus ist für die ersten paar Meter unbefestigt und noch naturbelassen. Nach ein paar Gehminuten wird dies aber zu Asphalt. Für Hunde jetzt vielleicht nicht ganz so prickelnd aber Neli hatte keine Probleme. Die Wege liegen auch alle schön im Schatten des Berges und der Bäume, sodass sich der Asphalt nicht wirklich aufheizt. Bereits nach ein paar Höhenmetern hat man schon einen herrlichen Ausblick runter auf das Tal.

Der Weg hoch geht serpentinenartig immer weiter hinauf, bis man zum Buswendeplatz kommt. Ja man kann hier auch mit dem Bus hochfahren, dann sieht man aber nichts von dem was wir gesehen haben. Die Busse fahren nämlich eine andere Route hoch als die Wanderer gehen. Hier ist es mächtig überfüllt, weil teilweise 10 Busse voll mit Touristen ausgeladen werden. Von hier kann man mit dem völlig in Messing verkleideten Fahrstuhl zum Gipfel fahren oder man macht es wie wir und geht die letzten Meter auch noch zu Fuß.  Diese Wege sind etwas schmaler, sodass man etwas aufpassen muss dem Gegenverkehr an Menschen nicht auf die Füße zu treten. Oben angekommen hat man einen wunderschönen Ausblick in alle Richtungen bis zum Königssee und man kann im Restaurant oben hervorragend essen. Hunde haben an den Tischen Platz genug um sich auszuruhen. Was Neli dann auch getan hat 🙂 Insgesamt waren wir hier mit Auf- und Abstieg, Pausen zwischendurch und dem langen Halt oben auf dem Gipfel knappe 5 Stunden unterwegs und haben knapp 2000 Höhenmeter erklommen.

Jennergipfel

Am zweiten Tag wollten wir den nächsten Berg, den Jenner erklimmen. Wir hätten nur besser vorher mal die Schilder gelesen 🙂 Kurz zur Erklärung: Der Jenner ist momentan eine Großbaustelle, weil die Jennerbahn, also die Seilbahn mit der man dort hoch fahren kann komplett neu gebaut wird. Man kann von 2 Seiten auf den Jenner und wir sind leider von der falschen Seite hoch, was wir aber erst kurz vor dem Ziel gemerkt haben. Der Weg den wir gewählt haben fängt am Parkplatz Hinterbrand an. Den sollte man aber nicht nehmen so lange die Bahn nicht fertig ist, sonst kommt man so wie wir nicht an den Aussichtspunkt des Gipfels dran. Hier kommt man nur hin, wenn man von der Südseite hoch wandert Richtung Königsbachalm.
Außerdem zählt die Route die wir dann hochgegangen sind zu den roten Routen, was schon sehr schwer ist, denn danach gibt es nur noch schwarz und das ist der höchste Schwierigkeitsgrad. Es war mächtig steil und es hat ganz schön lange gedauert bis wir oben angekommen sind. Hier sind die Wege alle naturbelassen und bestehen viel aus Steinen und Schotter. Achja und es ist sehr steil, hatte ich das schon erwähnt? Für Neli überhaupt kein Problem. Die ist da rumgetänzelt und Frauchen und Herrchen kamen nicht schnell genug hinterher. Da kamen wir konditionsmäßig schon an unsere Grenzen und wir sind beide nicht grade unsportlich. Aber der Blick von oben, auch schon von der Mittelstation aus war einfach toll. Da wird man dann für die Plackerei mehr als entschädigt.

Da wir die falsche Seite hochgewandert sind, hatten wir nur die Möglichkeit vom kleinen Aussichtspunkt aus die Aussicht zu genießen. Man könnte aber von hier aus auch runter zur Königsbachalm noch weiter wandern und von dort aus dann auf den großen Aussichtspunkt hoch. Leider zogen zu diesem Zeitpunkt schon mächtig dunkle Wolken auf und wir entschlossen uns den Rückweg anzutreten. Da Neli ganz schön müde war und es anscheinend doch anstrengender war für sie als sie selber dachte. Haben wir sie dann runtergetragen. Was auch aus Gesichtspunkten der Sicherheit für den Hund die klügere Entscheidung war, denn runter einen steilen Berg wandern ist nochmal viel anstrengender als rauf. Hierfür hatte ich extra einen Tragerucksack gekauft und der hat sich mehr als bezahlt gemacht. Neli konnte sich schön tragen lassen, in der Gegend rumgucken und alle sind heil unten angekommen. Insgesamt waren wir auch hier knapp 5 Stunden unterwegs und haben knapp 2000 Höhenmeter bezwungen.

Malerwinkel-Rundweg & Rabenwand

Wie das manchmal so ist, hatten wir dann am letzten Tag richtig Pech mit dem Wetter. Den ganzen Tag Nieselregen. Bei so einer Witterung sollte man aber nicht drinnen bleiben, sondern da kann ich euch den Malerwinkel-Rundweg mit einem Abstecher zur Rabendwand (rote Route) direkt am Königssee entlang empfehlen. Der Rundweg startet direkt am See und ist als leichte Route wirklich angenehm zu laufen. Es geht nur leicht bergauf und der Weg ist gut gesichert. Nach ein paar Gehminuten erreicht man einen schönen kleinen Aussichtspunkt bei dem man super schön auf den Königssee blicken kann, wenn das Wetter denn stimmt.

Der Regen und die Wolken haben aber eine ganz tolle Atmosphäre geschaffen, weshalb auch das absolut Sehenswert war.
Wenn man den Rundweg weitergeht, kommt irgendwann eine Abzweigung die dann zur sogenannten Rabenwand führt. Ein weiterer Aussichtspunkt der weiter oben gelegen ist. Hier sollte man aber wirklich nur mit gutem Schuhwerk und einem sicheren Tritt entlang. Die Wege sind sehr schmal, steinig, rutschig und teilweise nicht gesichert. Hier muss man äußerst konzentriert lang gehen. Wenn man aber oben angekommen ist, kann man über den ganzen See bis zur St. Bartholomäus Kirche schauen. Wie gesagt, wenn das Wetter denn stimmt 🙂

Der Malerwinkel-Rundweg ist schnell gewandert, der dauert nämlich nur knapp 1,5 Stunden, wenn man den Abstecher zur Rabenwand mitnimmt. Auf diesem Rundweg kommt man am Malerwinkel Café vorbei, wo es sehr leckeren Kaiserschmarn gibt.
Der Weg selber führt die meiste Zeit durch den Wald und ist für heiße Sommertage super geeignet, da er auch an einem kleinen Bach vorbeiführt. Perfekt für die Hunde um sich abzukühlen.

Empfehlung

Wenn ihr mal richtig lecker Bayrisch essen wollt, dann empfehle ich euch das Waldhäuser Bräu mitten im Ort. Ich habe noch nie so leckere Käsespätzle mit Rostbraten gegessen.

Hunde sowie Menschen dürfen im Königssee schwimmen, ist nur leider sehr sehr kalt 🙂
Wenn ihr mit dem Boot über den Königssee fahren wollt, muss euer Hund einen Maulkorb tragen. Ansonsten ist Schönau sehr hundefreundlich und überhaupt sind die Menschen dort sehr Gastfreundlich und grüßen immer mit einem netten „Servus“.

Wir werden auf jedenfall nochmal hier Urlaub machen, denn wir haben ja noch nicht alle Wanderwege durch 🙂

 

 

 

 

2 Gedanken zu „Wandern am Königssee*“

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