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Was ich anders machen würde…

Jeder Hundebesitzer hat in irgendeiner Situation mit seinem Hund bestimmt schon mal gedacht: „Hätte ich das jetzt besser anders gemacht“. Des öfteren habe ich mich jetzt schon dabei erwischt wie ich darüber nachdenke, bestimmte Dinge bei einem neuen oder zweiten Hund anders zu machen als ich das bei Neli getan habe. Dabei handelt es sich um völlig unterschiedliche Dinge: Sei es die Wahl der Hundeschule, die Art wie ich Neli bestimmte Verhaltensweisen beigebracht habe, die Ernährung, das richtige/falsche Spielzeug uvm. Ich würde euch gerne erzählen was ich anders machen würde und warum, und bin gespannt, ob euch auch schon mal solche Gedanken durch den Kopf geschossen sind.

Die Wahl des Hundes

Viele wissen ja das Neli eine Kleinanzeige war. Gut das war damals vielleicht etwas naiv von mir einen Hund über Kleinanzeigen zu suchen, aber ich wusste worauf ich achten muss und habe deshalb jetzt einen tollen Hund von einer tollen Züchterin! Dennoch würde ich beim nächsten oder zweiten Hund nicht mehr auf diesen Portalen nach einem Vierbeiner suchen. Das Geschäft mit dem Welpenhandel boomt und allein als Suchbegriff bei diesen Portalen „Hund“ einzugeben unterstützt dieses Geschäft noch mehr.

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Die richtige Hundeschule

Da habe ich damals bei Neli richtig gepennt, weil ich es nicht besser wusste. Ich habe mich damals direkt bei der erstbesten Hundeschule mit Neli angemeldet ohne vorher mal einen Blick hinein zu werfen. Gut es hat Neli jetzt nicht sonderlich geschadet bis auf vielleicht 1-2 Dinge die in einer anderen Schule vielleicht anders gelaufen wären, aber vorher besser informieren und mal rein schnuppern kann vieles erleichtern.

Das falsche Spielzeug

Das falsche Spielzeug hat bei Neli tatsächlich Spuren hinterlassen. Und zwar an den Zähnen. Weil ich es auch hierbei damals nicht besser wusste, hat Neli natürlich –  wie „jeder andere halt auch“ – Tennisbälle zum Spielen bekommen. Heute weiß ich es besser, dass Tennisbälle nichts im Hundemaul verloren haben, denn Neli hat jetzt Reißzähne ohne Reißfunktion. Sie sind einfach abgeschliffen und nicht mehr Spitz. Es stört Neli nicht, es beeinträchtigt sie auch nicht, es sieht halt einfach nur bescheuert aus. Warum Tennisbälle nicht gut sind könnt ihr hier bei Happy Dog Life wunderbar nachlesen.

529370_636763723015746_1850574505_nDer Schlafplatz des Hundes

Neli schläft im Bett. Natürlich. Manchmal ist es aber echt nervig, wenn man sich umdreht und einen Fellhintern im Gesicht hat. Als Neli ein Welpe war, habe ich mich von ihrem Gejammer erweichen lassen und sie ins Bett gelassen. Beim nächsten oder zweiten Hund würde ich diesen nur noch ins Bett lassen, wenn ich es erlaube. Der Hund kann gerne im Schlafzimmer schlafen, aber dann doch lieber in seinem eigenen Bettchen.

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Die Ernährung

Bei der Ernährung war ich bis vor kurzem auch noch nicht auf einem grünen Zweig. Erst Trockenfutter, dann Nassfutter, dann hochwertiges Trockenfutter, dann Fertigbarf, dann selber Barfen, dann Barfen mit einem professionellem Ernährungsplan und jetzt sind wir wieder beim Nassfutter. Aber warum immer dieses hin und her? Ich kann es selbst nicht genau sagen, aber ich glaube es liegt einfach an der Manipulation der Gesellschaft. Jeder erzählt einem was anderes, was das Beste für den Hund sei und das ja nur DER EINE Weg der richtige sei usw. Solche Probleme gab es doch früher auch nicht oder? Jeder soll doch das seinem Hund füttern womit man sich gut fühlt und vor allem womit der Hund sich gut fühlt. Deshalb gilt: Beim nächsten oder zweiten Hund wird das gefüttert, was ich für richtig erachte und was dem Hund schmeckt und ihm nicht schadet. Perfekt gibt es sowieso nicht und ist ja auch langweilig 😉

Und wie ist das bei euch? Hattet ihr auch schon mal solche Gedanken? Was würdet ihr anders machen?

 

 

 

 

 

7 Gedanken zu „Was ich anders machen würde…“

  1. Eigentlich würde ich ihm nur kein Hirschgeweih mehr geben. Weil das die Zähne tatsächlich Risse und Splitter bekommen lässt.
    Ich mache gerade die Prüfung zur Heimtierernährungsberaterin und hab dadurch so einiges über Industriefutter gelernt, dass ich von Anfang an nur noch mit Futterplan Barfen würde und nie wieder nach Anleitung von Facebook Gruppen. Denn deren Ratschläge haben sich im Nachhinein als Fatal heraus gestellt. Deshalb bin ich froh, wenn ich das bald selbst ausrechnen und analysieren kann.

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    1. Genau das ist auch noch so ein Teufelsteil was ich nicht mehr geben würde. Es wurde anfangs so in den Himmel gelobt und jetzt wo man weiß was es mit den Zähnen eigentlich macht ist es auch wieder nicht zu gebrauchen. Ganz zu schweigen das Hunde das auch verschlucken und daran ersticken könnten. Das mit den Facebook Gruppen habe ich auch festgestellt. Das ist ja genau das was ich meinte: jeder sagt was anderes und jeder denkt das sein weg der einzig wahre ist.

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    2. Was für eine differenzierte Aussage. Nicht. Es gibt eine Facebook-Barf Gruppe in der es einen ganzen haufen Ernährungsberater gibt, auch die die Nelis Plan erstellt hat. Da bekommt man keine fatalen Ratschläge.

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  2. Den Gedanken habe ich oft in verschiedenen Situationen, hauptsächlich aber, wenn wir etwas Trainieren z.B. Grundgehorsam. Duke (Aussie, Rüde, 1 Jahr, Pubertier) ist unser erster Hund und ich habe mir vorher natürlich zig Bücher durchgelesen mit 1652 versch. Trainingsansätzen, wollte mich an einen 8-Wochen Trainingsplan für Welpen halten *Kopf-gegen-Wand* und überhaupt bin ich garnicht mehr entspannt und mit Bauchgefühl an die ganze „Hundesache“ ran gegangen. Das würde mir beim nächsten Hund wahrscheinlich nicht mehr passieren aber daran denke ich oft, weil ich das Gefühl habe, dass Duke in manchen Sachen schon „weiter sein könnte“, wenn ich es lockerer angegangen wäre bzw. mir nicht selbst so einen Druck gemacht hätte.

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  3. Darüber hab ich mir in letzter Zeit selbst häufig Gedanken gemacht, denn seit ein paar Wochen steht fest, dass bei uns Anfang nächsten Jahres Nummer zwei einzieht. Odin ist auch unser erster Hund und es gäbe viele kleine Dinge die ich anders machen würde. Aber vor allem werde ich mit dem Welpen von Beginn an viel mehr entschleunigen. Das ideale Futter hatten wir zu Beginn auch nicht, aber der Welpe wird mit Sicherheit so gefüttert wie unser Großer jetzt. Hochwertiges Trockenfutter mit rohem Fleisch und frischem Obst und Gemüse. Außerdem Küchenreste, was Hunde halt fressen dürfen.
    Und die selbstgemachte und mühsam abtrainierte Leinenaggression werden wir auch vermeiden.
    Liebe Grüße,
    Julia und Odin

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  4. Habe jetzt ne Weile gelesen und schaue auch immer deine Videos auf YT. Warum barfst du nicht mehr? Kein Vorwurf. Ehrliche Frage. Holen uns diese Woche auch unseren ersten Hund und war von der Idee eigentlich sehr angetan.

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