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Der Speck muss weg

Bei Neli war die letzten Wochen FDH – also friss die Hälfte – angesagt, da die Madame still und heimlich 1,1kg an Gewicht zugelegt hatte. Ich hatte schon seit längerem das Gefühl, dass Neli etwas runder aussah, vor allem wenn man sie von oben betrachtete. Aber durch das ganze puschel wuschel Fell konnte man es nicht direkt erkennen und im ertasten von Rippen bin ich eine völlige Niete. Die totale Klarheit kam dann, als ich mit Neli bei einer Physiotherapeutin war. Ich wollte sie einfach mal durchchecken lassen. Ich fragte die Physiotherapeutin, ob sie denn mal schauen könnte, ob mein Hund etwas zu viel auf den Rippen hat. Kurz meinen Hund abgetastet kam direkt das „Ja“! Upps… Neli ist zwar sehr gut bemuskelt, aber darüber befindet sich doch eine ordentliche Schicht Fett. Neli´s Idealgewicht liegt bei ihrer Größe von 28cm bei ca. 5kg und wir waren bei 6,1kg. Zusätzlich kam es noch dazu, dass bei Neli erhöhte Leberwerte festgestellt wurden. Unser Tierarzt erklärte mir, dass das durchaus vom Barfen kommen kann. Natürlich ist mir bewusst, dass es auch an vielen anderen Dingen liegen kann, dass Neli erhöhte Leberwerte hatte. Und bevor hier eine Diskussion entsteht wie bei Instagram: Ich vertraue meinem TA, weil wir dort schon immer mit unseren Hunden hingehen und wenn der sagt es könnte am Barfen liegen, dann glaube ich ihm das auch.

Beitragsbild

Also was tun?

Als erstes musste mal eine Ernährungsumstellung her. Da wir einen Futterplan von einer Ernährungsberaterin hatten, habe ich sie natürlich als erstes gebeten den Futterplan für Neli umzustellen, damit wir wieder auf Idealgewicht kommen. Kurze Zeit später war der Plan auch da. Komisch fand ich nur, dass in der Gesamtration der ganzen Woche lediglich 100g Futter abgezogen wurden. Kam mir jetzt was wenig vor um schnell etwas zu ändern aber ausprobiert haben wir es trotzdem. Nach einer Woche füttern mit neuem Futterplan tat sich nichts, also beschloss ich Neli Diätfutter zu kaufen. Ich kaufte das Terra Canis Light Futter, da dieses sehr wenig Kalorien beinhaltet. Und siehe da: Schon nach einer Woche waren die ersten 200g runter. Das Diätfutter fütterte ich 4 Wochen lang und stand heute ist Neli bei 5,3kg. Ihr Gewicht fällt mittlerweile nicht mehr so schnell aber wir werden die 5kg auch noch knacken. Seit 2 Wochen bekommt Neli normales Nassfutter mit hohem Fleischanteil aus der Dose und es geht ihr sehr gut damit.

Außer der Ernährungsumstellung fahren wir mittlerweile viel Fahrrad mit Neli. Das macht ihr und uns unheimlich viel Spaß. Und wenn sie doch nicht mehr kann, dann packen wir sie halt ins Fahrradkörbchen 🙂 Und natürlich gilt bei Hunden wie auch beim Menschen: Ernährung und Bewegung sind das A und O für ein gesundes Leben!

Nach der Diät nicht mehr Barfen?

Nein! Ich habe mich jetzt nach Neli´s Diät dagegen entschieden wieder mit dem Barfen anzufangen. Warum?

  1. Bin ich tatsächlich einfach zu faul alle 4 Wochen Futter und Gemüse zu portionieren. Für mehr Wochen gibt der Gefrierschrank leider keinen Platz her.
  2. Habe ich mit einer Vereinskollegin gesprochen die auch gebarft hat und das gleiche Problem mit erhöhten Leberwerten hatte. Die verschwanden auch nachdem sie nicht mehr gebarft hat.
  3. Hatte ich immer dieses Gefühl der Schwebe und war nie sicher, ob das alles so richtig ist wie wir das machen. Man kann entweder alles richtig oder alles falsch machen.
  4. Bin ich nicht mehr Stunden damit beschäftigt Futter zu portionieren und kann meine Zeit mit schöneren Dingen verbringen 🙂

Veränderungen an Neli?

Jetzt wo Neli fast wieder ihr Idealgewicht hat, merkt man doch das sich was verändert hat. Nicht nur das man wieder eine Taille erkennt trotz des ganzen Fells, Neli ist auch allgemein fitter. Klar war sie vorher auch fit durch den Sport den wir machen, aber jetzt ist es noch so ein Fitzelchen mehr. Sie flitzt wieder schneller über den Hundeplatz und hält auch bei den Fahrradtouren wieder länger durch. Achja und um auf die Rippen zu sprechen zu kommen: Die fühle jetzt sogar ich 🙂

P.S. Für diesen Beitrag habe ich mich der wunderschönen Illustrationen von Aram und Abra bedient! Sie passten einfach für diesen Beitrag wie Arsch auf Eimer 🙂 Schaut doch mal bei den beiden vorbei!

 

3 Gedanken zu „Der Speck muss weg“

  1. Liebe Christine
    kleiner Tipp hierzu, besorge Dir mal das Buch „Hunde würden länger leben, wenn…“ von Dr. Jutta Ziegler. Damit beginnst Du vermutlich ganz anders über die Ernährung Deiner Süßen zu denken und auch mit dem Zusammenhang.
    Ich finde, es ist ein Muss in jedem Hundehaushalt. Ich will nicht vorgreifen und alles erzählen wie die Industrie unsere Tiere systematisch krank macht und TÄ daran beteiligt sind, wissentlich und unwissentlich, aber wir als Besitzer, müssen darauf reagieren. LG

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  2. Ich gehöre ganzeindeutig zu den Verfechtern von „jeder muss füttern was er für richtig hält“ – Ich habe die Verantwortung für meine Hunde, die kann und darf mir keiner abnehmen. Auch wir barfen nicht – wir füttern gemischt. Bei uns gibt es wirklich fast alles für die Hunde zu futtern und das auch noch ohne Plan. Wenn Du und auch Neli mit Trockenfutter besser drauf, gesünder und fitter seid … dann ist das doch auch gut so.
    Ich finde nur, dass die Abnahme sehr schnell ging – dass waren in knappen vier Wochen 800 Gramm … also eine Gewichtsreduktion um gute 13% (umgerechnet auf einen Menschen der 75 kg wiegt wäre das ein Gewichtsverlust von 10kg in vier Wochen). Da würde ich vorsichtiger sein.

    Aber Hut ab, dass ihr es so gut hinbekommen habt und liebe Grüße,
    Isabella mit Damon und Cara

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